ILE Abteiland -Bürgermeister sind sich einig


Umfangreich war die Tagesordnung der ILE Abteiland so kurz vor der Sommerpause und zahlreiche Entscheidungen waren zu fällen, um gemeinsam voranzukommen. Ob Kernwegenetz, Radwegenetz „Von Fluss zu Fluss“, „boden:ständig“, Bauhofleiter-Treffen, Anlegen eines gemeinsamen Intranet, VitalitätsCheck, Fotowettbewerb „Landschaft im Wandel“ – die Gruppe war sich rasch einig bei der gemeinsamen Vorgehensweise.
Als ersten Tagesordnungspunkt stellte Albert Meister von der BBV LandSiedlung den Abschlussbericht „Konzept Kernwegenetz“ vor. Dieses umfangreiche Werk, bei dem es um ein, für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge ausgelegtes Kernwegenetz mit überörtlichen und ländlichen Wegen in allen11 beteiligten ILE-Kommunen geht, war seit Januar 2015 in Arbeit. Bei der Ausarbeitung der wichtigen ländlichen Wege waren die Kommunen intensiv beteiligt. Die BBV LandSiedlung erstellte einen Vorschlag für das Kernwegenetz, machte eine Bestandsaufnahme der bestehenden Wege und klassifizierte die vorliegenden Vorschläge nach Prioritäten. Insgesamt liegt das Konzept nun vor, das 306 km Wege mit Priorität 1 zur Umsetzung auf einer Gesamtfläche von 528 km² umfasst. Zur Umsetzung wird mit einem Flächenerwerb von 4,28 ha und der Baukostensumme für alle Wege in sämtlichen Kommunen von rund 30 Mio. Euro gerechnet.
Für diese Maßnahme stehen seitens des ALE Niederbayern 85% Förderung bereit, die restlichen 15 % sind durch die Gemeinden zu finanzieren. Da so viel Geld auf einmal nicht kurzfristig verfügbar ist, diskutierten die Bürgermeister die Möglichkeiten der Vorgehensweise. Andreas Schmidt, Betreuer der ILE Abteiland seitens des ALE Niederbayern, plädierte „Bitte setzen sie in jede Kommune auf zwei priorisierte Wege, die gut machbar und umsetzbar sind“. „Lasst uns anfangen“, motiviert der stellvertretende Leiter des ALE Niederbayern, Josef Reidl. Bereitwillig griffen die Bürgermeister den Vorschlag auf, da ihnen die schrittweise Umsetzung der ländlichen Kernwege sehr am Herzen liegt.
In Anschluss erhielten die Bürgermeister einen Überblick über das Radwegenetz „Von Fluss zu Fluss – von der Donau zur Moldau“. Der Antrag dazu war Anfang 2016 an das Büro GreenSolutions ergangen. Von dessen Mitarbeitern war neben der Hauptroute Donau-Wald-Radweg die Einbindung diverser, seitens der Kommunen vorgeschlagener Wege abgefahren und geprüft worden – insgesamt rund 350 km. Dabei wurden die Radwege auf ihre Qualität hin beurteilt und die Rad-freundlichsten Routenverläufe in das Wegekonzept aufgenommen und seitens GreenSolutions mit den Kommunen abgestimmt, die Schilderstandorte mit GPS vermessen und mit Fotos dokumentiert. Das Fazit von Rainer Lampl und seinem Team ist positiv: Der Donau-Wald-Radweg hat viel Potenzial für Radler alle Art – seien es Rennradfahrer, E-Biker oder Crossrad-Fahrer. Aus diesem Grund wird die ILE Abteiland in die Umsetzungsphase gehen. Die Kommunen planen im Jahr 2019 die Routen zu beschildern, dazu touristische Pakete zu schnüren und entsprechend zu bewerben. Die ILE Abteiland will dazu ebenfalls weitere Fördermittel generieren und im Herbst 2018 einen Fördermittelantrag bei LEADER stellen.
Bgm. Alex Sagberger hatte Positives zu berichten vom 1. durchgeführten Treffen der Bauhofleiter, die sich dabei u.a. über den Verleih kommunaler Geräte ausgetauscht haben. Im Herbst 2018 ist zwischen den Bauhofleitern das nächste Treffen geplant. Da soll es um Wissenswertes rund um den die Räum- und Streupflicht im kommunalen Winterdienst gehen, über den ein Jurist mit entsprechendem Praxisbezug berichten soll.
Einen zentralen Punkt in der Beteiligtenversammlung der ILE Abteiland nahm die Vorstellung des Projektes „boden:ständig“ durch Andreas Schmidt ein. Dabei steht die Thematik Hochwasserschutz / wildabfließendes Oberflächenwasser im Fokus. Schmidt berichtete aus anderen Regionen von beispielhaften Ansätzen, um dem Problem Herr zu werden. Die Bürgermeister der ILE Abteiland waren sich darin einig, auch Lösungen zu dieser Problematik gemeinsam auf den Weg bringen zu wollen und baten Andreas Schmidt, entsprechende Fachbüros zu kontaktieren und sich von diesen Leistungs- und Kostenangebote zu deren strategischem Vorgehen und Erstellen des Rahmenkonzeptes geben zu lassen. „Was können wir alle miteinander Hand in Hand beitragen?“ meinte 1. Vorsitzende Gudrun Donaubauer und plädierte für eine „Praxis-Umsetzung vor Ort“.

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